Es ist bekannt, dass afroamerikanische Frauen ein höheres Risiko für Brustkrebs haben als weiße Frauen. Eine neue Studie hat nun gezeigt, dass afroamerikanische Frauen mit estrogenrezeptor-positivem Brustkrebs unterschiedliche Stoffwechselmerkmale im Blut aufweisen als weiße Frauen mit derselben Erkrankung. Afroamerikanische Frauen sind um 40% häufiger Opfer von estrogenrezeptor-positivem Brustkrebs als weiße Frauen. Die Studie, veröffentlicht in “Nature Scientific Reports”, identifizierte ein Protein namens “negative elongation factor complex E” (NELFE), das mit höheren Sterblichkeitsraten bei afroamerikanischen Frauen mit estrogenrezeptor-positivem Brustkrebs zusammenhängt.

Die Forscher analysierten Blutproben von 102 afroamerikanischen Frauen mit estrogenrezeptor-positivem Brustkrebs im Stadium 1-3 und verglichen sie mit einer Kontrollgruppe von 148 gesunden Frauen. Dabei stellten sie fest, dass afroamerikanische Frauen niedrigere Spiegel von Aminosäuren aufwiesen, darunter das Antioxidans Methionin, während weiße Frauen höhere Spiegel von Fettsäuren hatten. Die Forscher vermuten, dass afroamerikanische Frauen möglicherweise größere Mengen an Methionin benötigen, um den erhöhten DNA-Methylierungsbedarf bei dieser Krankheit zu decken, was zu schlechteren Behandlungsergebnissen führen könnte. Sie identifizierten auch 291 Gene, die mit erhöhten Methylierungsaktivitäten bei afroamerikanischen Frauen mit estrogenrezeptor-positivem Brustkrebs assoziiert waren, von denen 15 signifikant waren. Eine höhere Expression des NELFE-Gens wurde mit schlechteren Überlebensraten bei afroamerikanischen Frauen mit der Krankheit in Verbindung gebracht.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass aufgrund dieser Stoffwechseldifferenzen verschiedene Screening-Strategien entwickelt werden könnten, um Brustkrebs früher zu diagnostizieren, insbesondere in Kliniken mit begrenzten Ressourcen. Ein kostengünstiger Bluttest könnte entwickelt werden, um Brustkrebs frühzeitig zu erkennen und die derzeitige Screening-Methode der Mammographie zu ergänzen.

Einführung

Erklärung der höheren Raten und Aggressivität von Brustkrebs bei Afroamerikanerinnen im Vergleich zu nicht-hispanischen weißen Frauen.

Forschungsstudie

Überblick über die in Nature Scientific Reports veröffentlichte Studie.

Blutproben und Kontrollgruppe

Erklärung der Blutproben, die von Afroamerikanerinnen mit ER-positivem Brustkrebs entnommen wurden, und der Kontrollgruppe gesunder Frauen.

Unterschiede bei den Aminosäurenspiegeln

Identifizierung von gesunkenen Aminosäurespiegeln, einschließlich Methionin, bei Afroamerikanerinnen mit ER-positivem Brustkrebs im Vergleich zu nicht-hispanischen weißen Frauen mit derselben Erkrankung.

Hypothese: Methionin und DNA-Methylierung

Die Hypothese besagt, dass Afroamerikanische Patientinnen mit ER-positivem Brustkrebs möglicherweise größere Mengen an Methionin benötigen, um eine erhöhte DNA-Methylierung zu unterstützen, was möglicherweise schlechtere Ergebnisse erklärt.

Identifikation von Genen, die mit Methylierungsaktivitäten assoziiert sind

Identifikation von 291 Genen, die mit Methylierungsaktivitäten in erhöhtem Maße bei Afroamerikanerinnen mit ER-positivem Brustkrebs exprimiert werden, davon waren 15 signifikant.

Assoziation des NELFE-Gens mit Überlebensraten

Die höhere Expression des NELFE-Gens steht in Verbindung mit schlechteren Überlebensraten bei Afroamerikanerinnen mit ER-positivem Brustkrebs.

Auswirkungen und potenzielle Strategien

Diskussion der Auswirkungen der Studienergebnisse und potenzieller Strategien, die aufgrund von Stoffwechselunterschieden entwickelt werden könnten.

Alternative Screening-Strategien

Vorschlag, dass aufgrund der identifizierten Stoffwechselunterschiede verschiedene Screening-Strategien entwickelt werden könnten, um Brustkrebserkrankungen mit potenziell schlechteren Ergebnissen früher zu diagnostizieren.

Potenzial für kostengünstige Bluttests

Erklärung, wie ein kostengünstiger Bluttest entwickelt werden könnte, um Brustkrebs früher zu diagnostizieren, insbesondere in Kliniken mit begrenzten Ressourcen, als Alternative zur Mammographie.

Quelle

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