Eine Studie der University of Massachusetts Amherst hat gezeigt, dass der Kontakt mit Phthalaten, einer Gruppe von Chemikalien, die in Haushaltsprodukten vorkommen, die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft verringern kann. Eine Verbindung zu Fehlgeburten wurde jedoch nicht festgestellt. Die Studie, veröffentlicht im Journal Environmental Health Perspectives, ergab zudem, dass der Kontakt mit Phthalaten vor der Empfängnis zu Veränderungen der reproduktiven Hormone bei Frauen, erhöhter Entzündung und oxidativem Stress führt. Phthalate sind weit verbreitete endokrine Disruptoren, die in Produkten wie Shampoo, Make-up, Vinylböden, Spielzeug und medizinischen Geräten enthalten sind. Sie gelangen hauptsächlich über Lebensmittel und Flüssigkeiten, die mit diesen Produkten in Kontakt gekommen sind, in den Körper. Die Forscher analysierten Daten aus der EAGeR-Studie, die die Auswirkungen von niedrig dosierter Aspirin auf die Lebendgeburtenrate untersuchte. Die Studie umfasste detaillierte Informationen zu 1.228 Teilnehmerinnen und ihren Versuchen, schwanger zu werden. Die Forscher maßen 20 Phthalatmetaboliten in Urinproben und stellten fest, dass ein höherer Kontakt mit bestimmten Phthalatverbindungen mit einer längeren Zeit bis zur Schwangerschaft verbunden war. Darüber hinaus hatten Frauen mit höherer Phthalatbelastung erhöhte Entzündungs- und oxidative Stressreaktionen, sowie niedrigeres Estradiol und höhere Spiegel des follikelstimulierenden Hormons, was den Eisprung und die Einnistung beeinträchtigen kann. Die Studie legt nahe, dass politische Veränderungen notwendig sind, um den negativen Einfluss von Phthalaten auf die reproduktive Gesundheit anzugehen.

Einführung

Phthalate sind eine Gruppe von Chemikalien, die in Haushaltsprodukten wie Shampoo, Make-up, Vinylbodenbelägen, Spielzeug und medizinischen Geräten häufig vorkommen. Diese Chemikalien gelten als allgegenwärtige endokrine Disruptoren und werden hauptsächlich über Lebensmittel und Flüssigkeiten aufgenommen, die mit diesen Produkten in Kontakt gekommen sind. Eine kürzlich durchgeführte Studie von Forschern der University of Massachusetts Amherst hat eine besorgniserregende Verbindung zwischen Phthalataussetzung und Fruchtbarkeitsproblemen bei Frauen festgestellt.

Studienbefunde

Die in der Zeitschrift Environmental Health Perspectives veröffentlichte Studie analysierte Daten aus der EAGeR-Studie, die die Auswirkung von niedrig dosierter Aspirin auf die Lebendgeburtenraten untersuchte. Die Forscher untersuchten detaillierte Informationen von 1.228 Teilnehmern und deren Versuche, schwanger zu werden. Sie maßen 20 Phthalat-Metaboliten in Urinproben und fanden mehrere signifikante Ergebnisse in Bezug auf Phthalataussetzung und reproduktive Gesundheit.

Erstens wurde ein höherer Gehalt bestimmter Phthalatverbindungen mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, in Verbindung gebracht, was darauf hinweist, dass Phthalate möglicherweise negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben können. Die Studie fand jedoch keinen Zusammenhang zwischen Phthalataussetzung und Schwangerschaftsverlust.

Darüber hinaus stellten die Forscher fest, dass Phthalataussetzung vor der Empfängnis zu Veränderungen der reproduktiven Hormone bei Frauen führte. Frauen mit hoher Phthalataussetzung hatten niedrigere Estradiolspiegel und höhere Spiegel des follikelstimulierenden Hormons. Diese hormonellen Veränderungen können den Eisprung und die Etablierung einer Schwangerschaft beeinträchtigen.

Neben den hormonellen Veränderungen führte eine höhere Phthalataussetzung auch zu erhöhter Entzündung und oxidativem Stress bei Frauen. Diese biologischen Prozesse können zu weiteren Schwierigkeiten bei der Reproduktion beitragen und die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen.

Auswirkungen und Empfehlungen

Die Ergebnisse dieser Studie verdeutlichen die Notwendigkeit von politischen Veränderungen, um den negativen Auswirkungen von Phthalataussetzung auf die reproduktive Gesundheit entgegenzuwirken. Angesichts der weit verbreiteten Verwendung von Phthalaten in Alltagsprodukten ist es wichtig, das Bewusstsein für potenzielle Risiken zu schärfen und ihre Präsenz in Verbrauchsgütern zu regulieren.

Personen, die eine Schwangerschaft planen, sollten auf die von ihnen verwendeten Produkte achten und versuchen, ihre Phthalataussetzung wenn möglich zu reduzieren. Die Verwendung von natürlichen und phthalatfreien Alternativen für Körperpflegeprodukte und Haushaltsgegenstände kann dabei helfen, die Aussetzung zu minimieren.

Auch Gesundheitsfachkräfte sollten sich über die potenziellen Auswirkungen von Phthalaten auf Fruchtbarkeit und reproduktive Gesundheit bewusst sein. Sie können ihre Patienten über die mit einer Phthalataussetzung verbundenen Risiken aufklären und Anleitung zu Lebensstiländerungen geben, die dazu beitragen können, diese Risiken zu mindern.

Schlussfolgerung

Die von Forschern der University of Massachusetts Amherst durchgeführte Studie zeigt die besorgniserregende Verbindung zwischen Phthalataussetzung und Fruchtbarkeitsproblemen bei Frauen auf. Sie liefert Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen einer höheren Phthalataussetzung und einer geringeren Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, Veränderungen der reproduktiven Hormone, erhöhter Entzündung und oxidativem Stress. Politische Veränderungen und individuelle Maßnahmen zur Minimierung der Phthalataussetzung sind notwendig, um die reproduktive Gesundheit und Fruchtbarkeit zu schützen.

Quelle

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