Die durchschnittliche Lebenserwartung älterer Amerikaner steigt, aber fast 40% der Erwachsenen haben eine Verdauungskrankheit. Laut der Gastroenterologin Shirley Ann Cohen-Mekelburg sind diese Erkrankungen weit verbreitet und tragen zu übermäßigen Gesundheitsausgaben bei. Sie betont, dass sich die Versorgung zunehmend darauf konzentriert, die Gründe für die steigende Prävalenz von Verdauungskrankheiten zu identifizieren. Dabei werden jedoch oft die psychosozialen Faktoren übersehen, die diese Krankheiten beeinflussen. Cohen-Mekelburg und ein Team von Forschern untersuchten die Rate von Einsamkeit, Depressionen und sozialer Isolation bei älteren Erwachsenen mit und ohne Verdauungskrankheiten. In ihrer Studie, die auf Daten der University of Michigan Health and Retirement Study basiert, stellten sie fest, dass Personen mit einer Verdauungskrankheit schlechte Gesundheit, Einsamkeit und Depressionen häufiger berichteten. Cohen-Mekelburg schlägt vor, dass Gastroenterologen Patienten auf Depressionen und Einsamkeit untersuchen sollten, um ganzheitliche Behandlungswege für die mentale Gesundheitsversorgung zu etablieren.

Anstieg der Lebenserwartung und Prävalenz von Verdauungskrankheiten

Mit steigender Lebenserwartung nimmt auch die Prävalenz von Verdauungskrankheiten bei älteren Erwachsenen zu. Die Gastroenterologin Shirley Ann Cohen-Mekelburg betont die Notwendigkeit, dass Gesundheitsdienstleister sich mit der steigenden Prävalenz von Verdauungskrankheiten und deren Auswirkungen auf die Gesundheitsausgaben auseinandersetzen.

Faktoren, die Verdauungskrankheiten beeinflussen

Obwohl sich die Ärzte zunehmend darauf konzentrieren, die Gründe für die steigende Prävalenz von Verdauungskrankheiten zu identifizieren, werden psychosoziale Faktoren, die zu diesen Erkrankungen beitragen können, oft übersehen. Cohen-Mekelburg betont die Bedeutung der Berücksichtigung psychosozialer Faktoren bei der Erkenntnis und Behandlung von Verdauungskrankheiten bei älteren Erwachsenen.

Einsamkeit, Depression und soziale Isolation

Um den Zusammenhang zwischen Verdauungskrankheiten und psychosozialen Faktoren zu verdeutlichen, führten Cohen-Mekelburg und ihr Team eine Studie mit Daten aus der University of Michigan Health and Retirement Study durch. Die Studie ergab, dass Menschen mit Verdauungskrankheiten häufiger über schlechte Gesundheit, Einsamkeit und Depression berichteten.

Screening auf psychische Gesundheit in der Gastroenterologie

Aufgrund der Ergebnisse ihrer Studie schlägt Cohen-Mekelburg vor, dass Gastroenterologen psychische Gesundheitsuntersuchungen in ihre Praxis integrieren sollten. Die Untersuchung der Patienten auf Depressionen und Einsamkeit kann dazu beitragen, Behandlungswege für die psychische Gesundheitsversorgung zu etablieren und einen ganzheitlicheren Ansatz zur Patientenversorgung zu bieten.

Wichtigkeit einer ganzheitlichen Patientenversorgung

Indem sie die Auswirkungen von psychosozialen Faktoren auf Verdauungskrankheiten anerkennen, können Gastroenterologen einen umfassenderen Ansatz in der Patientenversorgung verfolgen. Die Auseinandersetzung mit psychischen Problemen zusätzlich zur Behandlung der physischen Aspekte von Verdauungskrankheiten kann zu besseren Ergebnissen für ältere Erwachsene führen.

Schlussfolgerung

Mit dem Anstieg der Lebenserwartung wird die Prävalenz von Verdauungskrankheiten bei älteren Erwachsenen zu einem wichtigen Anliegen. Das Verständnis und die Berücksichtigung der psychosozialen Faktoren, die diese Erkrankungen beeinflussen, ist entscheidend für eine ganzheitliche Patientenversorgung. Durch die Integration von psychischer Gesundheitsuntersuchung und die Berücksichtigung von Einsamkeit und Depressionen können Gastroenterologen dazu beitragen, das Wohlbefinden älterer Erwachsener mit Verdauungskrankheiten insgesamt zu verbessern.

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