Bottlenose dolphins haben eine erstaunliche Fähigkeit, schwache elektrische Felder zu erkennen, die von Beute erzeugt werden. In einem Experiment haben zwei Delfine namens Dolly und Donna diese Fähigkeit demonstriert, indem sie mühelos mikrovoltstarke elektrische Felder wahrnahmen. Dieses Elektrorezeptionsvermögen kommt auch bei eierlegenden Säugetieren wie dem Schnabeltier und dem Guiana-Delfin vor. Elektrorezeption wurde zuvor bereits bei Fischen, Amphibien und Haien beobachtet. 2011 wurde festgestellt, dass Guiana-Delfine über sensorische Rezeptoren in ihren Schnauzen verfügen, die ihnen diese Fähigkeit ermöglichen. Nun haben Forscher 2022 die gleiche Struktur auch bei den Tümmlern entdeckt und bestätigen können, dass sie elektrische Felder erkennen können. Die Delfine wurden darauf trainiert, auf elektrische Impulse zu reagieren, indem sie davon schwammen. Sie waren besonders gut darin, Gleichstrom zu erkennen, wobei Donna Felder von nur 5,5 Mikrovolt und Dolly sogar Felder von 2,4 Mikrovolt wahrnehmen konnte. Diese Fähigkeit zur Elektrorezeption könnte den Delfinen bei trübem Wasser oder beeinträchtigtem Echolot helfen. Sie könnte ihnen dabei helfen, Beute in unmittelbarer Nähe zu jagen. Das Forscherteam hat vor, die Elektrorezeption der Delfine während ihrer Bewegung zu untersuchen. Auch andere Delfinarten haben Schnauzenpits, was darauf hindeutet, dass Elektrorezeption weiter verbreitet sein könnte. Möglicherweise hilft sie den Delfinen auch bei der Orientierung während der Migration entlang der magnetischen Feldlinien der Erde.


Bottlenose Dolphins and Electroreception: Detecting Electrical Fields

Introduction

Dieser Artikel erkundet die faszinierende Fähigkeit von Großen Tümmlern, schwache elektrische Felder zu erkennen, die von Beute produziert werden. Es diskutiert das Experiment an den beiden Delfinen Dolly und Donna, ihre zuverlässige Wahrnehmung von mikrovoltgroßen elektrischen Feldern und die ähnliche Elektrorezeptionsfähigkeit bei anderen Tieren wie Schnabeltieren und Flussschweinsdelfinen. Der Artikel hebt auch die vorherige Dokumentation der Elektrorezeption bei verschiedenen Tierarten wie Fischen, Amphibien und Haien hervor.

Elektrorezeption bei Flussschweinsdelfinen und Großen Tümmlern

Im Jahr 2011 entdeckten Forscher sensorische Rezeptoren in den Schnauzen von Flussschweinsdelfinen und fügten sie der Liste der Tiere mit Elektrorezeptionsfähigkeiten hinzu. Im Jahr 2022 identifizierten Forscher die gleiche Struktur bei Großen Tümmlern und bestätigten ihre Fähigkeit, elektrische Felder zu erkennen. Die Delfine wurden darauf trainiert, auf elektrische Impulse zu reagieren, indem sie wegschwammen. Das Experiment ergab, dass Donna elektrische Felder bereits ab 5,5 Mikrovolt wahrnehmen konnte, während Dolly Felder von 2,4 Mikrovolt erkennen konnte.

Mögliche Vorteile der Elektrorezeption bei Delfinen

Die Fähigkeit, elektrische Felder zu erkennen, kann Delfinen mehrere Vorteile bieten.

Verbesserte Wahrnehmung in trübem Wasser

In Umgebungen mit eingeschränkter Sicht, wie trübem Wasser, könnte die Elektrorezeption die beeinträchtigten Ortungsfähigkeiten durch Echoortung ausgleichen. Durch die Erkennung von elektrischen Feldern können Delfine Beute in der Nähe lokalisieren, selbst wenn die Sicht begrenzt ist.

Verbesserte Jagdtechniken

Die Fähigkeit der Elektrorezeption kann Delfinen bei der Jagd auf Beute helfen, die nur wenige Zentimeter entfernt ist. Indem sie die schwachen elektrischen Felder, die von ihrer Beute erzeugt werden, wahrnehmen, können Delfine ihr Ziel genau lokalisieren und fangen.

Potentielle Rolle bei der Migration

Elektrorezeption könnte auch eine Rolle bei der Migration von Delfinen spielen. Indem sie sich entlang der magnetischen Feldlinien der Erde orientieren, die subtile elektrische Felder erzeugen, können Delfine bei Langstreckenmigrationen navigieren und auf Kurs bleiben.

Erweiterung des Verständnisses der Elektrorezeption bei Delfinen

Die Entdeckung von Riechgruben bei anderen Delfinarten legt nahe, dass Elektrorezeption unter Delfinen weiter verbreitet sein könnte. Weitere Forschung und Studien sind erforderlich, um das Ausmaß dieser Fähigkeit bei verschiedenen Delfinarten und ihre spezifischen Anpassungen und Zwecke zu erforschen.

Fazit

Die Fähigkeit der Großen Tümmler, schwache elektrische Felder zu erkennen, liefert wertvolle Einblicke in die sensorischen Fähigkeiten mariner Tiere. Ihre bemerkenswerten Fähigkeiten ähneln denen anderer Arten und unterstreichen die vielfältige Palette an Anpassungen und Strategien, die von Organismen eingesetzt werden, um in ihrer Umgebung zu überleben und gedeihen. Die fortgesetzte Forschung auf diesem Gebiet wird voraussichtlich weitere Überraschungen ans Licht bringen und unser Verständnis der Unterwasserwelt vertiefen.

Quelle

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