Forscher der University of Colorado und der Washington University haben eine Methode entwickelt, um die Hirnaktivität in den frühen Stadien der Alzheimer-Krankheit zu bewerten, bevor Symptome von Demenz auftreten. Die Methode nutzt Elektroenzephalographie (EEG), die von einfachen Kopfbandgeräten aufgezeichnet wird, um Hirnwellenmuster zu erkennen, die mit der Wiederaktivierung von Erinnerungen während des Tiefschlafs zusammenhängen. Die Studie fand eine Verbindung zwischen den EEG-Auswertungen und molekularen Veränderungen, die auf die präsymptomatische Alzheimer-Krankheit hinweisen. Die Forschung zeigte auch, dass die frühen Städten einer leichten kognitiven Beeinträchtigung aufgrund von Alzheimer durch EEG-Signale erkannt werden können. Die Studie analysierte Daten von 205 älteren Erwachsenen und identifizierte messbare Gedächtnisprobleme im Zusammenhang mit Alzheimer-bezogenen Proteinen. Diese Forschung ist ein bedeutender Fortschritt bei der Erkennung und Behandlung von Alzheimer in seinen frühesten Stadien und deutet auf das Potenzial hin, zugängliche und skalierbare Kopfbandgeräte als “Fitness-Tracker für die Hirngesundheit” zu nutzen. Die Forscher glauben, dass dies erst der Anfang der Nutzung von Wearables als digitale Biomarker zur Krankheitserkennung ist und weitere Arbeit nötig ist, um den Prozess zu verfeinern und zu perfektionieren.

Einführung

Die Alzheimer-Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung, die Millionen von Menschen weltweit betrifft. Die Erkennung der Krankheit in ihren frühesten Stadien ist entscheidend für eine effektive Behandlung und Intervention. Forscher der University of Colorado und der Washington University haben eine neuartige Methode entwickelt, bei der die Hirnaktivität mit Hilfe von Elektroenzephalographie (EEG) beurteilt wird, um frühzeitig Anzeichen von Alzheimer zu erkennen, noch bevor Symptome einer Demenz auftreten.

Verständnis der Methode

Die Methode besteht darin, einfache Stirnbandgeräte mit EEG-Sensoren zu verwenden, um während des Tiefschlafs Hirnwellenmuster aufzuzeichnen. Diese Muster sind mit der Reaktivierung des Gedächtnisses verbunden, einem Schlüsselprozess, der von der Alzheimer-Krankheit beeinträchtigt wird. Durch die Analyse der EEG-Aufzeichnungen können Forscher spezifische Hirnwellenmuster identifizieren, die auf präsymptomatische Alzheimer-Krankheit hinweisen.

Zusammenhang zwischen EEG-Aufzeichnungen und molekularen Veränderungen

In ihrer Studie fanden die Forscher einen signifikanten Zusammenhang zwischen den EEG-Aufzeichnungen und den molekularen Veränderungen im Gehirn, die charakteristisch für die Alzheimer-Krankheit sind. Diese Korrelation liefert wertvolle Einblicke in die frühen Stadien der Erkrankung und eröffnet neue Möglichkeiten für die Früherkennung und Intervention.

Erkennung der leichten kognitiven Beeinträchtigung

Neben der Erkennung präsymptomatischer Alzheimer-Krankheit konnte die Studie auch zeigen, dass die Methode frühe Stadien einer leichten kognitiven Beeinträchtigung (MCI) aufgrund von Alzheimer identifizieren kann. MCI ist eine Erkrankung, die durch Gedächtnisprobleme gekennzeichnet ist und einer Demenz vorausgehen kann. Durch die Analyse der EEG-Signale von 205 älteren Erwachsenen konnten die Forscher messbare Gedächtnisprobleme identifizieren, die mit Alzheimer-bezogenen Proteinen zusammenhängen.

Potenziale Anwendungen von tragbaren EEG-Geräten

Diese Forschung stellt einen bedeutenden Fortschritt auf dem Gebiet der Alzheimer-Früherkennung dar und ebnet den Weg für den Einsatz von einfachen und zugänglichen Stirnbandgeräten als “Fitness-Tracker für die Gehirngesundheit”. Diese tragbaren EEG-Geräte haben das Potenzial, sowohl die Diagnose als auch die Überwachung der Alzheimer-Krankheit zu revolutionieren.

Vorteile von tragbaren EEG-Geräten

Indem sie tragbare Geräte nutzen, können Menschen mit einem erhöhten Risiko für Alzheimer ihre Gehirngesundheit proaktiv überwachen und die notwendigen Schritte für eine frühzeitige Intervention ergreifen. Tragbare EEG-Geräte bieten den Vorteil von Bequemlichkeit, Tragbarkeit und Skalierbarkeit, wodurch sie einer breiteren Bevölkerung zugänglich gemacht werden können.

Verwendung von tragbaren Geräten als digitale Biomarker

Jenseits der Alzheimer-Krankheit eröffnet diese bahnbrechende Technologie Möglichkeiten, tragbare Geräte als digitale Biomarker zur Krankheitserkennung einzusetzen. Durch eine weiterführende Verfeinerung und Perfektionierung des Verfahrens können Forscher die Kraft der EEG-Aufzeichnungen nutzen, um verschiedene neurologische Erkrankungen zu erkennen und zu überwachen.

Schlussfolgerung

Die Entwicklung einer Methode zur Beurteilung der Hirnaktivität in den frühen Stadien der Alzheimer-Krankheit mit Hilfe von EEG-Signalen stellt einen bedeutenden Durchbruch in der Erkennung von Krankheiten dar. Durch den Einsatz von tragbaren Stirnbandgeräten und die Analyse der EEG-Messungen haben Forscher potenzielle Biomarker für präsymptomatische Alzheimer-Krankheit und frühe Stadien der leichten kognitiven Beeinträchtigung identifiziert. Die Zukunft birgt ein enormes Potenzial für den Einsatz von tragbaren EEG-Geräten als praktische Werkzeuge zur Überwachung der Gehirngesundheit und zur Erkennung von neurologischen Erkrankungen in ihren frühesten Stadien.

Quelle

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