Eine neue Studie, veröffentlicht in Current Biology, zeigt, dass Hunde Wörter verstehen und mentale Konzepte von Objekten bilden können. Neurologen haben festgestellt, dass Hunde neuronale Anzeichen von Überraschung zeigen, wenn sie unerwarteten Spielzeugen gegenüberstehen, was auf ihr Verständnis spezifischer Wörter hindeutet. Die Studie zeigt, dass Hunde aufgrund verbalen Hinweise ihrer Besitzer auf Objekte antizipieren können, was auf ein Verständnis über rein reflexhafte Reaktionen hinaus deutet.

Die Neurologin Ellen Lau von der University of Maryland betont, dass Hunde kognitive Fähigkeiten besitzen, um geläufige Objekte, die in der Sprache erwähnt werden, zu erfassen. Dies wird durch Beweise unterstützt, die zeigen, dass Hunde mentale Erwartungen im Zusammenhang mit bekannten Wörtern bilden. Diese kognitive Verarbeitung ähnelt dem N400-Effekt bei Menschen, der Überraschung ausdrückt, wenn Erwartungen verletzt werden. Die Forschung bringt neues Licht in das Verständnis der Sprachkompetenz und mentalen Fähigkeiten von Hunden, und gibt Einblicke darin, wie sie verbale Informationen verarbeiten.

In der Studie wurden 27 Hunde untersucht, während Elektroden ihre Gehirnaktivität überwachten, wenn sie verbale Hinweise hörten und ihre Besitzer verschiedene Spielzeuge präsentierten. Hunde zeigten erhöhte Hirnaktivität bei unerwarteten Spielzeugen, was auf Überraschung hindeutet und auf eine Verbindung zwischen auditiven Reizen, visuellen Hinweisen und mentalen Erwartungen hinweist. Diese Entdeckung vertieft das Verständnis der kognitiven Fähigkeiten von Hunden und ihrer Sprachkompetenz, was auf ein komplexeres mentales Leben bei Hunden hindeutet, jenseits konventioneller Trainingswahrnehmungen.

Neuronale Anzeichen von Verständnis

Die in der Zeitschrift Current Biology veröffentlichte Studie zeigt, dass Hunde neuronale Anzeichen von Überraschung zeigen, wenn ihnen unerwartete Spielzeuge präsentiert werden, was ihr Verständnis für bestimmte Wörter zeigt.

Überraschungsreaktion auf verbale Hinweise

Hunde zeigen Reaktionen, die auf Überraschung hindeuten, wenn ihre Erwartungen, die auf verbalen Hinweisen beruhen, nicht erfüllt werden, was auf ein Verständnis über reflexartige Reaktionen hinaus hindeutet.

Das Verständnis von Hunden für gebräuchliche Gegenstände

Die Neurowissenschaftlerin Ellen Lau betont, dass Hunde mentale Konzepte von in der Sprache erwähnten gebräuchlichen Gegenständen erstellen können, gestützt durch Nachweise des Bildens von Erwartungen, die mit vertrauten Wörtern verbunden sind.

Reflexion des N400-Effekts

Der kognitive Prozess, der bei Hunden beobachtet wird, spiegelt den N400-Effekt wider, der bei Menschen zu sehen ist, wenn Überraschung ausgelöst wird, wenn mit Worten verbundene Erwartungen verletzt werden.

Einblicke in das Sprachverständnis

Die Forschung liefert Einblicke in die Art und Weise, wie Hunde verbale Informationen verarbeiten, und hebt ihre kognitiven Fähigkeiten im Verständnis von Sprache hervor.

Mentale Erwartungen, die mit Wörtern verbunden sind

Hunde erwarten Objekte aufgrund verbaler Hinweise, was ein Verständnis zeigt, das über reine auditive Erkennung hinausgeht.

Gehirnaktivitätsstudie mit Hunden

In der Studie wurden 27 Hunde überwacht, während sie mit Elektroden ausgestattet waren, um die Gehirnaktivität zu verfolgen, während sie verbalen Hinweisen lauschten und verschiedene Spielzeuge betrachteten, die von ihren Besitzern präsentiert wurden.

Verstärkte Hirnsignale

Hunde zeigten erhöhte Hirnsignale, wenn ihnen unerwartete Spielzeuge präsentiert wurden, was auf eine Verbindung zwischen auditiven Reizen, visuellen Hinweisen und mentalen Erwartungen hindeutet.

Mentale Fähigkeiten jenseits des Trainings

Die Studie betont die komplexen mentalen Fähigkeiten von Hunden und wirft ein Licht auf ihre kognitiven Fähigkeiten und ihr Verständnis von Sprache, die herkömmliche Trainingswahrnehmungen übersteigen.

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