Eine kürzlich veröffentlichte Studie kommt zu dem Schluss, dass schädliche Verbindungen, die in Gummidichtungen von Sanitärgeräten verwendet werden, in Trinkwasser gelangen können. Diese Verbindungen, die normalerweise mit Reifenverschmutzung in Verbindung gebracht werden, können sich in unerwünschte Nebenprodukte umwandeln. Frühere Forschungen haben gezeigt, dass diese Zusatzstoffe mit Desinfektionsmitteln im Wasser reagieren können und chlorierte Verbindungen erzeugen, die die DNA schädigen können. In dieser Pilotstudie wurden Wasserproben aus 20 Gebäuden genommen und es wurden polymerhaltige Zusatzstoffe in allen Proben nachgewiesen. Wasserhähne mit Luftsprudlern enthielten die höchsten Mengen dieser Verbindungen. Die Studie fand auch chlorierte Nebenprodukte dieser Zusatzstoffe in den Trinkwasserproben. Gummi-O-Ringe und Dichtungen verschiedener kommerzieller Sanitärgeräte wurden getestet und die meisten von ihnen setzten die Zusatzstoffe frei. Wenn diese Dichtungen chlorhaltigen Desinfektionsmitteln ausgesetzt wurden, erzeugten sie chlorierte Formen der Zusatzstoffe in ähnlichen Mengen wie in den Trinkwasserproben festgestellt wurde. Die Forscher vermuten, dass Trinkwasser und Reifenverschmutzung eine Quelle der menschlichen Exposition gegenüber diesen Verbindungen sein könnten.

Einführung

Dieser Artikel behandelt die Ergebnisse einer Studie, die in den ACS Environmental Science & Technology Letters veröffentlicht wurde. Die Studie untersucht die potenzielle Freisetzung von schädlichen Verbindungen, die in Gummiringen in Sanitäranlagen verwendet werden, ins Trinkwasser. Es zeigt sich, dass diese Verbindungen, die normalerweise mit Reifenverschmutzung in Verbindung gebracht werden, eine chemische Reaktion eingehen und unerwünschte Nebenprodukte bilden können. Die Forschung weist auch auf die potenziellen Gesundheitsrisiken hin, die diese Zusätze in Kombination mit Desinfektionsmitteln im Wasser darstellen können.

Die Studie

Die Studie umfasste die Untersuchung von Wasserproben aus 20 verschiedenen Gebäuden. In allen Proben wurden Polymerzusätze nachgewiesen, die üblicherweise in Gummiringen verwendet werden. Die höchste Konzentration dieser Verbindungen wurde in Armaturen mit Belüftern gefunden. Darüber hinaus entdeckten die Forscher chlorierte Nebenprodukte dieser Zusätze im Trinkwasser.

Verunreinigung des Leitungswassers

Die Untersuchung der Leitungswasserproben aus verschiedenen Gebäuden ergab das Vorhandensein von Polymerzusätzen, die in Gummiringen verwendet werden. Dies deutet darauf hin, dass diese Verbindungen aus Sanitäranlagen ins Trinkwasser gelangen können und damit potenzielle Gesundheitsrisiken für Verbraucher darstellen könnten.

Höchste Konzentration in Armaturen mit Belüftern

Die Studie ergab, dass Armaturen mit Belüftern die höchsten Mengen an Polymerzusätzen aufwiesen. Dies legt nahe, dass das Design oder die verwendeten Materialien in diesen bestimmten Armaturen zu einer verstärkten Freisetzung dieser Verbindungen in die Wasserversorgung beitragen könnten.

Chlorierte Nebenprodukte im Trinkwasser

Die Anwesenheit chlorierter Nebenprodukte der Polymerzusätze in den Trinkwasserproben deutet auf eine Reaktion zwischen den Zusätzen und den häufig verwendeten Desinfektionsmitteln zur Behandlung von Wasser hin. Diese Reaktion kann potenziell schädliche Verbindungen erzeugen, die sich negativ auf die menschliche Gesundheit auswirken können.

Gummidichtungen und -ringe

Die Forscher testeten auch Gummidichtungen und -ringe aus verschiedenen kommerziellen Sanitäranlagen. Die Mehrheit dieser Dichtungen gab die Polymerzusätze bei Tests frei. Bei Kontakt mit chlorierten Desinfektionsmitteln produzierten diese Dichtungen chlorierte Formen der Zusätze in ähnlichen Mengen wie in den Trinkwasserproben beobachtet.

Mögliche Quelle der menschlichen Exposition

Die Ergebnisse legen nahe, dass sowohl das Trinkwasser als auch die Verschmutzung durch Reifenquellen für die menschliche Exposition gegenüber diesen Verbindungen verantwortlich sein könnten. Wenn die Gummiringe in Sanitäranlagen schädliche Zusätze ins Trinkwasser abgeben, könnten Personen, die das kontaminierte Wasser konsumieren, einem Risiko ausgesetzt sein.

Fazit

Die Studie verdeutlicht die potenziellen Risiken im Zusammenhang mit der Verwendung von Gummiringen in Sanitäranlagen. Insbesondere können die in diesen Ringen verwendeten Verbindungen unter dem Einfluss von Desinfektionsmitteln im Trinkwasser schädliche Nebenprodukte erzeugen. Die Forschung betont die Bedeutung weiterer Untersuchungen und möglicherweise die Regulierung des Einsatzes dieser Zusätze, um die Sicherheit der Trinkwasserversorgung zu gewährleisten.

Quelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

You May Also Like

Machine-Learning-Ansatz zur Berechnung von Übergangszuständen in chemischen Reaktionen

Forscher vom MIT haben eine maschinelle Lernmethode entwickelt, um Übergangszustände in chemischen…

Ein potenzieller Wirkstoffkandidat zur Behandlung der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS)

Forscher der Universität Helsinki haben einen potenziellen Wirkstoff entdeckt, der zur Behandlung…

Von der Verbrennung angetriebener insektengroßer Roboter: Ein Durchbruch in der Robotik

Forscher der Cornell University haben einen robotischen Insekt entwickelt, der durch Verbrennung…

Die Rolle des Retinsäurerezeptors Alpha (RARα) bei der T-Zell-Aktivierung und Immunantwort

Eine neue Studie, veröffentlicht im Journal Immunity, zeigt, dass der nukleare Rezeptor…