Forscher des Scripps Research Institute und des Broad Institute haben eine Methode entwickelt, um potenzielle Wirkstoffziele zu identifizieren, die sich auf mehrere Krebsarten auswirken könnten. Sie nutzten einen Gen-Editierungsansatz, um über 13.000 Wirkstoffziele zu verändern und analysierten die Auswirkungen auf das Zellwachstum. Durch die Integration dieser Daten mit chemischen Proteom-Informationen identifizierten sie Hunderte potenzieller Wirkstoffziele, von denen viele zuvor nicht verfolgt wurden. Die Forscher konzentrierten sich auf Cysteine, eine Art von Aminosäuren, als Wirkstoffziele aufgrund ihrer einzigartigen Reaktivität. Sie reduzierten die Liste der Cysteine, indem sie deren funktionelle Auswirkung auf krebsbezogene Proteine bewerteten. Die Forscher bearbeiteten über 13.000 Stellen auf Genen, die mit dem Überleben von Krebszellen in Verbindung gebracht werden, und zielten auf die Cysteine der entsprechenden Proteine ab. Sie stellten fest, dass etwa 160 der bearbeiteten Cysteine das Wachstum von Krebszellen beeinflussten, was darauf hindeutet, dass Wirkstoffe, die an diese Cysteine binden, potenziell Krebs behandeln könnten. Eine bemerkenswerte Entdeckung war die Auswirkung der Bearbeitung des Proteins TOE1, das zuvor nicht als Krebs-Wirkstoffziel erforscht wurde. Die Forscher zeigten, dass Verbindungen, die auf TOE1 abzielen, dessen Aktivität hemmen und möglicherweise das Wachstum von Krebszellen beeinträchtigen könnten. Weitere Forschungen sind erforderlich, um festzustellen, ob ein Wirkstoff, der auf TOE1 abzielt, beim Menschen wirksam sein könnte. Die Forscher planen, weitere neue Ziele zu erkunden und chemisch-genetische Ansätze zu entwickeln, um druggable Cysteine in Krankheiten außer Krebs zu untersuchen.

Einführung

Die Forscher des Scripps Research und des Broad Institute haben eine Methode entwickelt, um potenzielle Wirkstoffziele zu identifizieren, die sich auf verschiedene Krebsarten auswirken könnten. Sie verwendeten einen gentechnischen Ansatz und analysierten die Auswirkungen auf das Zellwachstum. Durch die Integration dieser Daten mit chemisch proteomischen Informationen identifizierten sie Hunderte potenzieller Wirkstoffziele, von denen viele zuvor nicht verfolgt wurden.

Cysteine als Wirkstoffziele

Die Forscher konzentrierten sich auf Cysteine, eine Art von Aminosäure, als Wirkstoffziele aufgrund ihrer einzigartigen Reaktivität. Sie reduzierten die Liste der Cysteine durch die Bewertung ihres funktionellen Einflusses auf krebsbezogene Proteine. Die Forscher bearbeiteten über 13.000 Stellen in den Genen, die mit dem Überleben von Krebszellen in Verbindung gebracht werden, und konzentrierten sich dabei auf Cysteine in den entsprechenden Proteinen.

Identifizierung von 160 einflussreichen Cysteinen

Durch ihre Analyse fanden die Forscher heraus, dass etwa 160 der bearbeiteten Cysteine das Wachstum von Krebszellen beeinflussten. Dies legt nahe, dass Wirkstoffe, die an diese Cysteine binden, potenziell wirksam bei der Behandlung von Krebs sein könnten.

Auswirkungen der Bearbeitung des TOE1 Proteins

Eine bemerkenswerte Erkenntnis aus der Forschung waren die Auswirkungen der Bearbeitung des TOE1 Proteins. TOE1 war zuvor nicht als Wirkstoffziel für Krebsstudien untersucht worden. Die Forscher konnten zeigen, dass Verbindungen, die auf TOE1 abzielen, dessen Aktivität hemmen und möglicherweise das Wachstum von Krebszellen behindern können. Es sind jedoch weitere Untersuchungen erforderlich, um festzustellen, ob ein Wirkstoff, der auf TOE1 abzielt, beim Menschen wirksam sein könnte.

Zukünftige Entwicklungen

Die Forscher planen, weitere neue Ziele zu erforschen und chemisch genetische Ansätze zur Untersuchung von wirkstofffähigen Cysteinen bei Krankheiten außerhalb des Krebses zu entwickeln. Diese Arbeit eröffnet neue Möglichkeiten zur Identifizierung potenzieller Wirkstoffziele, die verschiedene Krebsarten beeinflussen können, und könnte zur Entwicklung wirksamerer Behandlungen führen.

Zusammenfassung

Die von Scripps Research und dem Broad Institute durchgeführte Forschung hat potenzielle Wirkstoffziele für verschiedene Krebsarten identifiziert, indem sie einen gentechnischen Ansatz verwendet haben und die Auswirkungen auf das Zellwachstum analysiert haben. Durch die gezielte Bearbeitung von Cysteinen fanden die Forscher heraus, dass Medikamente, die an diese Cysteine binden, Krebs potenziell behandeln könnten. Die Entdeckung der Auswirkungen der Bearbeitung des TOE1 Proteins als potenzielles Wirkstoffziel für Krebs ist eine bedeutende Erkenntnis. Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um die Wirksamkeit von Medikamenten zu bestimmen, die auf TOE1 abzielen. Die Forscher planen, weitere neue Ziele zu erforschen und chemisch genetische Ansätze zur Untersuchung von wirkstofffähigen Cysteinen bei Krankheiten jenseits des Krebses zu entwickeln.

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